Bald wird der Muezzin wieder zum Gebet rufen.

Ich sitze in einem türkischen Café auf dem Balkon im 7. Stock eines stadttypischen Hochhauses in Trabzon. Der Blick geht auf’s Meer hinaus. Links rundet das Trabzonspor-Stadion die Schwarzmeerküste ab, rechts ein schlankes Minarett. Ja, in Kürze ruft der Muezzin wieder zum Gebet.

Die Türkei schafft es wieder öfters in die Schlagzeilen – leider nicht erfreulich. Mister E. traf wohl schon seit längerem eine Grundsatzentscheidung:
Trachte zuerst nach dem Islam und alles wird gut.
Weit gefehlt, Hr. selbstverherrlichender Staatspräsident Recep Tayyip!

Man spürt die Unsicherheit der Menschen. Zumindest derer, die nachdenken, hinterfragen. Kritische Artikel wie dieser sind nicht erlaubt. Schnuppert man diese Atmosphäre, bekommt Freiheit eine neue Bedeutung.

Paradoxerweise erleben christliche Flüchtlinge hier einen Aufschwung, wenn sie sich in einem Hotel zum Gebet und Lobpreis treffen. Die Gemeinde lebt – sie spricht Farsi! In ihrem Land ist die Christenverfolgung viel weiter und löst eine massenhafte Abwendung vom Islam aus. Muss es in der Türkei auch soweit kommen? Ein türkischer Pastor, 400 km entfernt, bestätigt mir unterdessen, dass der einzige türkische Hauskreis dieser Schwarzmeer-Metropole vor kurzem aufgegeben hat. Missionare wurden des Landes verwiesen.

Wer ruft uns zum Gebet?
Nützen wir unsere Freiheit zu Hause?
Was ist deine Grundsatzentscheidung im Leben?

Diese Entscheidung bestimmt den Kurs, sie prägt unser gesamtes Leben nachhaltig! Meine Entscheidung jedenfalls steht fest: Ich will Jesus folgen mein Leben lang – und das ist sehr gut so! Das Leben wird sorgenfrei, wenn wir uns nach Jesu Worten halten:

Trachte zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit, so wird dir alles zufallen“

– Matthäus 6,33
(Verse 19. – 34. unbedingt lesen, denn das Wort Gottes kennen gehört dazu)

liebe Grüße,
euer Pastor Martin