Oft höre ich diesen Satz, wenn ich mit Menschen über den Glauben ins Gespräch komme. Vielleicht spiegelt es auch deine Meinung wider? Woher kommt diese Sicht auf einen Glauben, der sich der Kirche bzw. Gemeinde entledigt hat?

So wie euer Körper viele Teile und jeder Körperteil seine besondere Funktion hat, so verhält es sich auch mit dem Leib Christi. Wir sind alle Teile seines einen Leibes, und jeder von uns hat eine andere Aufgabe zu erfüllen. Und da wir alle in Christus ein Leib sind, gehören wir zueinander, und jeder Einzelne ist auf alle anderen angewiesen. – Römerbrief 12,4-5

In der Bibel werden verschiedene Bilder verwendet, um die Kirche bzw. Gemeinde zu beschreiben. Eines davon ist ein Körper. Das verdeutlicht: Gemeinde ist etwas Organisches, etwas Lebendiges. Dieser Vergleich mit einem menschlichen Leib hilft mir zu verstehen, dass ich die Kirche brauche. Ich „funktioniere“ nur richtig, wenn ich in Abhängigkeit von anderen in der Gemeinde Glauben lebe! Meine Glaubensgeschwister sind lebensnotwendig für mich. Ich brauche sie und sie brauchen mich. Wir ergänzen uns zu etwas Größerem und Ganzem, in dem Gott selbst wohnt (vgl. Epheserbrief 1,22-23).

Ich bin der Meinung, dass wir allgemein in der Gefahr stehen, uns viel zu oft isoliert von unserer Umwelt zu verstehen. Nach dem Motto „Ohne mir geht nix, aber ohne die andern würde alles gut laufen…“ Es ist richtig hochmütig, so zu denken! Die Kirche ist Gottes Gegenentwurf und Antwort auf unseren verkorksten Individualismus.

Fazit:
ICH BRAUCHE KIRCHE! DU BRAUCHST KIRCHE!
– Warum? Weil wir einander brauchen.

Du und ich, wir, können nur die Menschen sein, zu denen Gott uns geschaffen hat, indem wir unseren Platz in seinem Leib einnehmen. Nur an dieser von Gott zugewiesenen Position kann gesunder Glaube wachsen!