Missionskonferenz 2012

Missionskonferenz 2012 in Wels

15. bis 17. März 2012

Missionskonferenz 2012

Missionskonferenz2012


Stell dir vor: Du bist ein Kind. Du bist zu Hause und spielst. Deine Mama ist auch da.
Es wird Abend, und es liegt ein gewisser Frieden über der Szene. Deine Aufgaben hast du längst gemacht, du hast etwas gebastelt, und deine Mama bügelt gerade ein Hemd.

Dann öffnet sich die Tür.
Plötzlich liegt Spannung in der Luft. Mit schweren Schritten kommt dein Vater nach Hause. Die Türe fliegt hinter ihm zu. Du merkst, etwas stimmt nicht.

Und tatsächlich, es stimmt einiges nicht. Mit viel Lärm und Gebrüll wird beanstandet, daß die Schuhe nicht schön geordnet sind. Daß dieses und jenes nicht passt. Mit Schrecken siehst du, daß dein Teller vom Mittagessen (du bist ein bißchen später nach Hause gekommen) noch nicht im Spüler ist. Genau dieser Teller fliegt durch die Luft. Du duckst dich schnell, und hinter dir zerschellt er an der Wand. Tausend Scherben verteilen sich auf dem Sofa.

So ist Gott. In den Augen vieler Religionen. Angefangen von den „Naturreligionen“. Das klingt so natürlich, fast ein bisserl „bio“.

Die Götter sind die Ahnen der Vorfahren. Niemand, nicht einmal der Medizinmann weiß. welche Erwartungen die Geister der Vorfahren haben, aber jeder weiß. wenn diese erzürnt sind, dann gibt’s Katastrophen. Hunger, stärkerer Monsun, Kampf gegen die Nachbarstämme. Das Leben ist von Angst geprägt. Von ständiger Angst, und dem Bemühen, die Geister der Vorfahren irgendwie gnädig zu stimmen.

Aber nicht nur die Naturreligionen: Auch Buddhismus und Hinduismus kennen diese Angst. Aus Angst vor den Göttern werden sogar die eigenen Kinder geopfert. In den Ganges geworfen.

Auch die Anhänger des Islam kennen diese tiefe Angst. Es gibt keine Vergebung, es gibt nur die Hoffnung, daß Allah am Ende des Lebens gnädig ist.

Diese ständige Angst kann zwar durch das Tagesgeschehen übertüncht werden, beim Einschlafen und in manchen Momenten, wo die Ablenkung weg fällt, kommt sie wieder. Wer bin ich, wo gehe ich hin? Wo gehe ich hin, wenn ich sterbe? Was ist danach?

Aus dieser Stimmung heraus schreibt der König David: Der hat’s gut, dem seine Übertretungen vergeben sind. Dem der Schuldbrief zerrissen ist.

Dieses „der hat’s gut“ gilt allen Menschen. Nicht nur „den Braven, wie wir sie sind“, wirklich allen. Bei uns, und auf der ganzen Welt. Und deshalb hat uns auch Jesus den Befehl gegeben „Gehet hin in alle Welt und erzählt die Gute Nachricht!“

Mehr darüber gibt’s bei der Missionskonferenz der Region Nord, die heuer wieder in der FChG Wels statt findet.

Vom 15. bis 17. März 2012